Gemeinschaftsschule mit Herz
Fortbildung zur Schulqualitätsweiterentwicklung und zum Coaching/Mentoring an der GMS Bibrisschule (04.02.26)

Fortbildung zur Schulqualitätsweiterentwicklung und zum Coaching/Mentoring an der GMS Bibrisschule (04.02.26)

Individualisiertes und adaptives Lernen und dazu unabdingbares Coaching und Mentoring – Vortrag von Herrn Thomas Hilsenbeck im Rahmen einer Lehrerfortbildung an der GMS Bibrisschule Herbrechtingen

Die Schulleitung der GMS Bibrisschule Herbrechtingen hatte mit Herrn Thomas Hilsenbeck einen ausgewiesenen Experten für Schülercoaching und Mentoring und Lehrerfortbildner sowie Schulrat am Schulamt Biberach in den Karlssaal des Herbrechtinger Klosters zu einem Vortrag mit anschließender Aussprache eingeladen. Dazu geladen waren die Lehrerkollegien der GMS Bibrisschule Herbrechtingen, der GMS am Brenzpark Heidenheim und des Buigen-Gymnasiums Herbrechtingen.

Herr Hilsenbeck war vor seiner Tätigkeit im Schulamt Biberach Schulleiter der Blautopf Gemeinschaftsschule in Blaubeuren und hatte seine Schule zum Deutschen Schulpreis geführt und hat damit grundlegende Erfahrung mit Schulentwicklungsprozessen.

An seiner damaligen Gemeinschaftsschule in Blaubeuren stellt das Lerncoaching in Verbindung mit weitgehend individualisierten Lernprozessen das Herzstück der pädagogischen Arbeit dar. In einer heutigen Zeit, in der die KI in allen Lebenslagen und allen Berufen Prozesse verändert und revolutioniert, kann Schule nicht mehr so bleiben, wie sie immer war. Ein Lernen für alle – gleichschrittig und zur selben Zeit für alle Lernenden – das ist heute kein zeitgemäßer Weg mehr. Eine moderne und zeitgemäße Schule muss sich weiterentwickelt haben zu einer Schule, in der Lernprozesse prozessual und kleinschrittig und vor allem individualisiert stattfinden, mit Lernplänen für jeden Schüler und Kompetenzrastern, die von Lerncoaches mit den Kindern über eine lange Zeitdauer besprochen werden. Dies führt beim lernenden Kind und Jugendlichen zu hoher Motivation verbunden mit einer Zielgerichtetheit, die Voraussetzung ist für Lust am Lernen, weil dem Lernenden klar ist, warum er lernt. In naher Zukunft wird den Lehrkräften KI dabei helfen, solche Lernpläne zu erstellen und Coaching und Mentoring durch die Lehrkräfte wird den lernenden Schülern helfen, sich zu orientieren und Fragen an sich und den eigenen Lernweg zu stellen. Herr Hilsenbeck sagt, dass Schule und deren Strukturen den Schülern dienen muss und nicht die Kinder sich den schulischen Strukturen unterzuordnen haben. Dafür ist eine Weiterentwicklung von Schule unabdingbar. Eine moderne Schule wird zum Lerncampus, wo Lehrkräfte zum Berater und Unterstützer der Schüler werden und wo Lernen sinnhaft erlebt wird und über bloßes Auswendiglernen hinausgeht und zu einem Lernen wird, dass sinnhaft erlebt wird, weil es für die Lernenden erfahrbar ist, dass ihr Lernen ein Lernen fürs Leben in einer von KI dominierten Welt ist. Es wird eine Welt sein, in der neben Grundlagenkenntnissen im Lesen, Schreiben, Rechnen, ethisches Denken, ökonomische Grundbildung und IT Wissen sowie kulturelle und staatsbürgerliche Bildung verbunden mit der Fähigkeit zum kritischen und problemlösenden Denken und zur Kreativität und Kollaboration extrem wichtig werden. Neugierde, Initiative, Beharrlichkeit, Anpassungsfähigkeit sowie soziales Bewusstsein werden unabdingbar sein in einer sich immer wieder wandelnden Welt.

Hierfür muss moderne Schule ausbilden. Dies sollte in den Focus genommen werden. Die Schulart Gemeinschaftsschule hat beste Voraussetzungen hierfür. Herr Hilsenbeck ging nach seinem Vortrag auf spezielle Fragen aus den Lehrerkollegien ein und wurde mit Dankesworten verabschiedet.

Der Vortrag bildet nun eine Grundlage für den Qualitätsweiterentwicklungsprozess der beteiligten Schulen.